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Drückt Mappus Pumpspeicherwerk zur Versilberung von Atomstrom durch?

16.12.2010 - In einem Interview für Sonntag Aktuell hatte der EnBW-Vorstandsvorsitzende Hans-Peter Villis erklärt, er hoffe, mit dem Land Baden-Württemberg als Großaktionär große Bauvorhaben, wie z.B. neue Pumpspeicherwerke, einfacher durchsetzen zu können. Hierzu erklärt Rita Schwarzelühr-Sutter: „Herrn Villis äußert bloß die wirtschaftlichen Interessen von EnBW – dem Energiekonzern, dem vier Atomkraftwerke gehören. Und Stefan Mappus und seine CDU sind wieder dabei, sich zum Erfüllungsgehilfen der Atomlobby zu machen und den Energie-konzernen dabei zu helfen Atomstrom zu ‚veredeln‘, also teurer zu verkaufen.“  

„Es ist eine Verdrehung der Tatsachen zu behaupten, erneuerbare Energien könnten nur dann schneller ausgebaut werden, wenn es neue Pumpspeicherwerke gibt. Tatsächlich behindert aber die Verlängerung der Laufzeiten für die Atomkraftwerke massiv den Ausbau der Erneuerbaren. Pumpspeicher braucht man nicht für eine schnellere Energiewende. Aber die großen Energiekonzerne brauchen Pumpspeicher als Gelddruckmaschinen. Es ist paradox, wenn sich jetzt diejenigen als Vorkämpfer für eine schnelle Energiewende darstellen, die diese tagtäglich blockieren, so Rita Schwarzelühr-Sutter.

Die Schluchseewerk AG, an der EnBW zu 50% beteiligt ist, will in Atdorf das größte Pumpspeicherwerk Deutschlands bauen. Gegen die Pläne gibt es allerdings heftigen regionalen Widerstand.

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