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Keine ergebnisoffene Prüfung der möglichen Atomendlager in der Schweiz?

27.06.2012 - Rita Schwarzelühr-Sutter fordert Konsequenzen aus dem Rücktritt von Marcos Buser aus dem Eidgenössischen Nuklearinspektorat (Ensi): „Bei der Suche nach einem Atomendlager muss Sicherheit die oberste Priorität haben. Hierbei brauchen wir Unabhängigkeit und größtmögliche Transparenz. Die Prüfung der geologischen Gegebenheiten muss absoluten Vorrang haben und für die gesamten Region verlässlich sein.“  

Der Nuklearexperte Marcos Buser begründet seinen Rücktritt aus dem Eidgenössischen Nuklearinspektorat (Ensi) mit der fehlenden Unabhängigkeit bei der Suche nach einem Atomendlager. Buser wirft dem Bundesamt für Energie (BFE), dem Eidgenössischen Nuklearinspektorat (Ensi) und der Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) vor, nicht unabhängig voneinander zu arbeiten. Wer wen kontrolliert sei nicht mehr zu erkennen.

Der Rücktritt von Buser beschreibt die Bundestagsabgeordnete als ein Warnsignal. „Wir brauchen Unabhängigkeit und eine faire Prüfung, sonst taugt das aufwendig Sachplanverfahren nichts“, erklärt die Sozialdemokratin.

Auch die Planung der Oberbauten von möglichen Atomendlagern bewertet Schwarzelühr-Sutter als viel zu früh: „Wir müssen einen Schritt nach dem anderen machen. Erst brauchen wir eine komplette geologische Überprüfung der möglichen Standorte, dann kann für das betroffene Lager die Oberbauten geplant werden.“

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