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SPD-Politiker Friedrich, Schwarzelühr-Sutter und Storz: „Anschlüsse schaffen statt Regionen abhängen!“

21.10.2015   „Die Fahrplanänderungen auf der Gäubahn von Stuttgart nach Singen bringen für Reisende vom Hochrhein und in Richtung Konstanz Nachteile und Fahrzeitverlängerungen. Die Bahn und die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg müssen diese schnell beseitigen,“ fordern Minister Friedrich (SPD) aus Konstanz, die Parlamentarische Staatssekretärin und SPD-Bundestagsabgeordnete Rita Schwarzelühr-Sutter aus Waldshut und der SPD-Landtagsabgeordnete Hans-Peter Storz aus Singen. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2015 ändern sich die Abfahrtszeiten auf der Gäubahn. Dadurch erhalten Reisende in Stuttgart, aber auch in Zürich wieder Anschlüsse an den Fernverkehr.

„Für einen Teil der Bahnreisenden aus Konstanz heben sich die Vorteile durch den sogenannten ‚Interimsfahrplan‘ wieder auf, weil in Singen der Anschluss an die Schwarzwaldbahn verloren geht,“ moniert der baden-württembergische Bundesrats- und Europaminister Peter Friedrich. Für Fahrgäste aus Richtung Waldshut drohen Reisezeitverlängerungen von 30 Minuten, kritisiert die Bundestagsabgeordnete Ritas Schwarzelühr-Sutter, die sich schon im September an das Landesverkehrsministerium in Stuttgart gewandt hatte. Auch der Bahnknoten Singen werde durch die schlechteren Anschlüsse in Ost-West-Richtung beeinträchtigt, kritisiert der Landtagsabgeordnete Hans-Peter Storz.


Die drei südbadischen SPD-Politiker verlangen daher Verbesserungen am Konzept des Interimsfahrplans und fordern die baden-württembergische Nahverkehrsgesellschaft und die Bahn zu entsprechenden Verhandlungen auf. „Der Interimsfahrplan auf der Gäubahn ist ein Provisorium, er ersetzt nicht den dringend notwendigen Ausbau der Bahnlinie,“ sagen die Politiker übereinstimmend. Wichtige Weichen dafür werden im Bundesverkehrswegeplan gestellt, dessen Entwurf im November der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. „Wir wollen nicht nur den Ausbau der Gäubahn, sondern auch die Elektrifizierung der Hochrheinbahn und die Bodensee-Gürtelbahn dort verankern,“ sagen Schwarzelühr-Sutter und Friedrich, der für Südbaden zuständige stellvertretende SPD-Landesvorsitzende. Das Stuttgarter Verkehrsministerium untersuche derzeit weitere Maßnahmen zur Verkürzung der Reisezeiten und habe dazu eine Arbeitsgruppe eingerichtet, berichtet Hans-Peter Storz, der begrüßt Aktivitäten des Verkehrsministeriums ausdrücklich begrüßt. Er mahnt aber nachdrücklich, an den Süden des Landes zu denken: „Die Gäubahn endet nicht in Horb, sondern führt über Singen nach Zürich“.

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