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Verspätungen am Hochrhein – Aussagekräftige Zahlen? – wenig zufriedenstellend!

07.12.2013 - In einem Schreiben hatte die SPD-Bundestagsabgeordnete Rita Schwarzelühr-Sutter die genauen Pünktlichkeitswerte auf der Hochrheinstrecke angefordert. Für die Bahnstrecke am Hochrhein gebe es laut Verkehrsministerium keine genauen Pünktlichkeits-Messwerte. Die Bahn teilte in einem Schreiben an die Sozialdemokratin mit, dass sie die Auswertungen über die Pünktlichkeitsstatistik grundsätzlich nur an die Besteller von Nahverkehrsleistungen gemäß Verkehrsvertrag aushändigt – und dies ist das Land Baden-Württemberg. „Ich gehe also davon aus, dass der Bahn Pünktlichkeitswerte vorliegen“, so die Sozialdemokratin.

Denn gleichwohl hat die DB AG in einer Presseinformation mitgeteilt, dass die Haltepünktlichkeit zwischen Erzingen und Schaffhausen im Oktober 2013 auf durchschnittlich 88 Prozent (gegenüber 96,5 Prozent im Vorjahresmonat) gesunken sei. Laut Minister Hermann stellt sich die Situation wie folgt dar: „Eine Gesamtübersicht aller Verspätungen der Relation Basel-Schaffhausen ist leider nicht darstellbar, da zwar in Basel Badischer Bahnhof eine QMS-Messstelle existiert, nicht jedoch im Bahnhof Schaffhausen auf Schweizer Gebiet. Der nächste QMS-Messpunkt auf der Hochrheinbahn ist der Bahnhof Singen (Hohentwiel). Hier beruht ein Großteil der Messdaten jedoch auf den Zügen der Gäubahn aus der Fahrtrichtung Stuttgart, der SBB GmbH in Fahrtrichtung Konstanz und der Bodenseegürtelbahn nach Friedrichshafen, so dass die aus Singen gelieferten Messdaten für die gewünschten Relation wenig aussagekräftig sind.“

„Das alles ist für die Fahrgäste auf einer wichtigen Ost-West-Verbindung wenig zufriedenstellend. Wir dürfen gespannt sein, wie pünktlich und zuverlässig wir auf der Strecke zwischen Basel-Schaffhausen-Singen-Ulm bzw. Stuttgart unser Ziel auch nach dem Fahrplanwechsel  am 15. Dezember erreichen“, so Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD).

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