SPD-Politikerinnen im Gespräch mit Betriebsräten in Bretten

„Ein Standort, der schwarze Zahlen schreibt und zum Vorzeigebetrieb für Klimaeffizienz modernisiert wurde, darf nicht einfach aufgegeben werden. Hier müssen alle Alternativen für den Erhalt der über 1.000 hochqualifizierten Arbeitsplätze auf den Prüfstand Die Philosophie von Robert Bosch, dem Gründer der Bosch-Gruppe, war geprägt von der Verbindung aus technischem Pioniergeist, sozialem Engagement, unternehmerischer Verantwortung und ethischen Grundsätzen. Sein Handeln zielte darauf ab, qualitativ hochwertige Produkte zu schaffen, die den Menschen dienen, während er gleichzeitig das Wohlergehen seiner Mitarbeiter im Blick behielt. Ein solches Handeln, wie jetzt bei Bosch von der Unternehmensleitung widerspricht völlig dieser nachhaltigen und bewährten Unternehmensführung von Robert Bosch“, Mit diesen deutlichen Worten reagierte Rita Schwarzelühr-Sutter, SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, auf die Schließungspläne für das Neff-Werk in Bretten.

Auf Einladung der SPD-Landtagskandidatin Beate Essafi kamen örtliche Betriebe zu einem Mittagstisch mit den beiden Politikerinnen zusammen. Im intensiven Gespräch mit dem stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden Thomas Rudolph zeigte sich ein klares Bild: Die von der Konzernführung BSH genannten hohen Energiekosten der Emailieranlage als Hauptgrund für die Schließung stehen in krassem Gegensatz zu den Fakten. Das Projekt wurde durch die BSH finanziert. Der Standort verfügt nach umfangreichen Modernisierungen über eines der modernsten und effizientesten Emaillierwerke weltweit. Die gezielten Umbau- und Optimierungsmaßnahmen sind ein Musterbeispiel für gelungenen Klimaschutz in der Industrie:

  • Gesamter Energieverbrauch des Standorts: Rund 50 % Senkung (2020 zu 2025).
  • Emailieranlage spezifisch: Einsparung von ~40 % Gas und ~40 % Strom.
  • CO2-Reduktion: 1.000 Tonnen pro Jahr.
  • Der Energiekostenanteil am Produktionsprozess ist heute verschwindend gering.

„Die Zahlen widerlegen die Schließungsbegründung eindeutig. Wir haben hier einen Leuchtturm, der zeigt, wie industrielle Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz Hand in Hand gehen können“, betonte Beate Essafi. „Es ist unsere Pflicht, alles für den Erhalt dieses zukunftsfähigen Standorts und seiner Arbeitsplätze zu tun.“

Betriebsrat und Politikerinnen fordern die Konzernführung der BSH nachdrücklich auf, die Entscheidung vollständig transparent zu machen und alle Optionen für den Standorterhalt auszuschöpfen.