Rita Schwarzelühr-Sutter zur angekündigten Werkschließung von Novartis in Wehr: „Novartis schließt nicht aus Not“
Novartis schließt nicht aus Not. Der Konzern hat 2025 rund 17 Milliarden US-Dollar Gewinn gemacht, etwa 9 Milliarden in Aktienrückkäufe gesteckt und seinem CEO rund 25 Millionen Franken gezahlt. Gleichzeitig werden Beschäftigte und Kommune vor vollendete Tatsachen gestellt. Ein solcher Umgang ist nicht nur unfair, sondern ein klarer Vertrauensbruch. Jetzt kommt es darauf an, fest an der Seite der Beschäftigten und des Betriebsrats zu stehen.
Die Schließung des Standort Wehr reiht sich ein in ein Muster: Stein im Aargau, Wehr, ein Werk in Irland bereits verkauft. Überall die gleiche Begründung – ’nicht wettbewerbsfähig‘ – und überall die gleiche Produktion, die wegfällt: Tabletten, Kapseln, Basismedikamente. Gleichzeitig investiert Novartis 23 Milliarden Dollar in sieben neue Fabriken in den USA – ausdrücklich auch für Tabletten und Kapseln, also genau das, was hier eingestellt wird. Ob das eine nachhaltige Investition ist, bleibt fraglich.“
